Der KOSYS thinkman® ist ein technisches Gerät in Walkmangröße, mit dem es möglich ist, über die Haut zu hören. Über die Haut hören? Ja, denn der thinkman® verwandelt herkömmliche Schallwellen, die über das Ohr wahrgenommen werden, in Ultraschall. Der Ultraschall kann von jedem Menschen gehört werden – wenn er durch direkte Vibration auf die Haut übertragen wird.
Besonders spannend ist, dass dieser Klang in der Mitte des Kopfes schwebt. Wenn man ein Bachplätschern „hört“, ist es so, als würde das Wasser direkt durch den Kopf fließen. Wenn die Schwingungsgeber mit der Hand berührt werden, entsteht der Klang „in der Hand“. Sobald der Kontakt zur Haut unterbrochen wird, ist das Signal nicht mehr wahrnehmbar.
Die Idee des thinkman® geht auf mehrere Jahrzehnte der Forschung zurück. Erste Studien im Bereich der Knochenleitung und des alternativen Hörens sind aus den 20er Jahren bekannt. Erste technische Lösungen wurden sogar schon in den 50er und 60er Jahren realisiert – wenn auch noch mit sehr bescheidenem Erfolg.
Anfang der 90er Jahre wurde dann zeitgleich in Deutschland und den USA der wissenschaftliche Beweis erbracht, dass der Mensch Ultraschall hören kann. Bis 1991 war man der Meinung, dass nur verschiedene Tiere (z. B. Delphine, Fledermäuse und verschiedene Insekten) in der Lage sind, Ultraschall wahrzunehmen.
Auf diesen Forschungsergebnissen baut die KOSYS thinkman®-Technologie auf. Seit 1999 ist der KOSYS thinkman® auf dem europäischen Markt verfügbar.
Die Wirkung der thinkman® Technologie Das Ultraschallhören hat mehrere Vorteile. Diese Vorteile sind in der thinkman® Technologie effizient verpackt. Der erste Vorteil – die Information geht am Hörorgan „Ohr“ vorbei. Was ist dabei der Vorteil, mag man sich fragen. Ganz einfach – das Ohr hat wie jedes unserer Wahrnehmungsorgane Filter vorgeschaltet. Diese Filter dienen dazu, unwichtiges oder nur unterschwellig wahrgenommenes auszusortieren.
Diesen Effekt kennen wir alle aus der Praxis. Wir sitzen in einem Vortrag oder Seminar – zwei Tage später können wir nur noch Bruchteile dessen aufrufen, was wir gehört haben. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten, das Erinnerungsvermögen anzukurbeln. Nutzt der Vortragende beispielsweise mehrere unserer Wahrnehmungskanäle, indem er auch auf visuelle Reize setzt oder vielleicht sogar Duft und Bewegung zum Einsatz bringt, werden wir uns schon an etwas mehr erinnern können.
Wäre es aber möglich, den direkten Weg ins Langzeitgedächtnis zu nutzen, könnten wir noch zwei Tage danach zusammenhängend rezitieren, um was es in dem Vortrag ging. Der thinkman® nutzt nun genau diesen Weg. Wir „hören“ eine Information (z. B. einen Sprachkurs) nicht über die Ohren, sondern über Haut. Damit umgehen wir die Filter des Ohres und können circa um den Faktor fünf effizienter Wissen aufnehmen – und auch behalten. Die Haut, Körperflüssigkeiten und das Knochengerüst dienen als Träger für das Ultraschallsignal, die Übermittlung des Signals an das Gehirn erfolgt über das Gleichgewichtsorgan (Sacculus). Dieses Organ ist physiologisch betrachtet in der Nähe der Cochlea (Innenohr) angeordnet. Das Gleichgewichtsorgan reagiert auf Schallfrequenzen ab ca. 25.000 Hz – das Innenohr ermöglicht in diesem Frequenzbereich keine Übertragung mehr.
Ein interessanter Anwendungsbereich ist damit z. B. auch die Wissensaufnahme im Schlaf. Der normale Hörkanal ist nur in der Einschlaf- und Aufwachphase geöffnet. Der Hörkanal „Gleichgewichtsorgan“ ist über alle Schlafphasen hinweg geöffnet. Damit können Lerninhalte auch über Nacht aufgenommen werden.
Der zweite Aspekt des Ultraschallhörens – der Körper wird optimal auf die Wissensaufnahme vorbereitet. Durch die verwendeten Ultraschallfrequenzen sowie einer biologisch optimal wirkenden Aufbaufrequenz wird der Körper in Harmonie gebracht. Der optimale Körperzustand zeichnet sich z. B. durch entspannte Aufmerksamkeit, synchronisierte Gehirnhälften, erhöhte Durchblutung und Senkung der Puls- und Atemfrequenz aus.
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Die entspannte Aufmerksamkeit (der so genannte Alphazustand) ist der ideale Zustand, um Wissen aufzunehmen. Die Gehirnhälften arbeiten synchron und in einer optimalen Schwingung, was am besten durch ein Gefühl „der Mitte“ zu beschreiben ist. Im Alphazustand befindet man sich im Einklang mit sich selbst – man ruht in sich. Das Erreichen dieses Zustandes ist das Ziel vieler Meditations- und Konzentrationsübungen.
Der Zustand der Gehirnhälftensynchronisation lässt sich zum Beispiel durch eine EEG-Messung visualisieren.
Die Synchronisation der Gehirnhälften bietet dem Anwender noch einen weiteren, sehr wichtigen Vorteil. Jede unserer Gehirnhälften steht für bestimme Eigenschaften oder Emotionen. Sobald die Gehirnhälften synchron arbeiten, sind diese Eigenschaften und Emotionen ebenfalls in Harmonie. Dieser Effekt der thinkman® Technologie wird beispielsweise in Management- und Persönlichkeitstrainings bevorzugt eingesetzt.
Ein weiterer Aspekt der idealen Physiologie oder Körperharmonie ist die erhöhte Durchblutung. Sobald die Wahrnehmungsorgane besser durchblutet sind, kann der Mensch besser „wahrnehmen“. Die Veränderungen werden an der folgenden Thermografiemessung deutlich sichtbar.
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